Legislaturschwerpunkt 2000-Watt-Gesellschaft (Stadt Zürich)

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Mit dem Projekt 2000-Watt-Gesellschaft will die Stadt Zürich gemäss eigenen Angaben weniger Energie verbrauchen, den CO2-Ausstoss drastisch senken und erneuerbare Energien fördern. Das umfassende Projekt besteht aus verschiedenen Teilprojekten, welche in anderen Gemeinden/Kantonen in einem ersten Schritt auch separat umgesetzt werden könnten.

Im Rahmen von 6 Themenfeldern erarbeiteten verschiedene Departemente konkrete Strategien und Umsetzungsmodelle zum Legislaturziel "Nachhaltige Stadt Zürich - auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft".

Massnahmenträger:

Stadt Zürich

Zeitraum: 2006 - 2010
Gemeinde: Zürich

Dieser Mustervorstoss soll eine Hilfe darstellen, um das Beispiel in Kantons- und/oder Gemeindeparlamenten einzubringen. Dafür muss der Vorstoss aber unbedingt auf den jeweiligen Kanton resp. die jeweilige Gemeinde angepasst werden (gelb markierte Stellen). Auch kann die Begründung natürlich noch ausgebaut und mit lokalen Aspekten ergänzt werden.

Politische Einbettung

Der Zürcher Stadtrat (Exekutive) definierte für die Jahre 2006 – 2010 das Ziel „Nachhaltige Stadt Zürich – Auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft“ als einer seiner Legislaturschwerpunkte. In den darauffolgenden 4 Jahren wurden rund 80 Projekte departementsübergreifend und teilweise mit Beteiligung externer Partner aus Wirtschaft, Forschung und Bildung oder von Behörden und Verbänden bearbeitet und anschliessend im Rahmen eines Abschlussberichts beurteilt.

Ergänzend wurden zwei grundlegende Projekte bearbeitet, welche dazu beitragen sollen, dass der Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft auch nach Abschluss des Legislaturschwerpunktes weiter beschritten wird. Es sind dies Instrumente zur Förderung von Klimaschutzmassnahmen und eine Ergänzung der Gemeindeordnung, welche die Stadt Zürich verpflichtet, sich für die Erreichung der Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft einzusetzen.

Dadurch dass das Parlament und die Stimmberechtigten auch bei grösseren Teilprojekten befragt wurden, konnte das Projekt demokratisch breit abgestützt werden.

Selbstverständlich könnte ein solcher Legislaturschwerpunkt grundsätzlich auch auf kantonaler oder nationaler Ebene umgesetzt werden.

Finanzierung

Die Finanzierung des Legislaturschwerpunktes erfolgte nicht über einen eigenen, zentralen Kredit, sondern dezentral im Rahmen der ein-zelnen Projekte und Massnahmen. Damit wur-den bei grösseren Projekten der Gemeinderat (Legislative) oder per Volksabstimmung die Stadtbevölkerung mit einbezogen.
Da auf einen zentralen Kredit verzichtet wurde, wurde auch auf die Erstellung eine Gesamt-übersicht über die im Rahmen des Legislatur-schwerpunktes angefallenen Projektkosten verzichtet. Einzig die Finanzierung von Kom-munikationsmassnahmen in Zusammenhang mit den Legislaturschwerpunkten wurde über einen zentralen Kredit abgewickelt, welcher 400‘000 Franken betrug.
Für die einzelnen Teilprojekte sind die Kosten hingegen meist transparenter ersichtlich.

Wirkung & Nutzen

Das Konzept der 2000-Watt-Gesellschaft wurde durch eine interdisziplinäre Forschungsgruppe der ETH Zürich entwickelt. Das Konzept zeigt auf, dass es in der Schweiz möglich ist, mit einem Drittel der heute pro Kopf zur Verfügung stehenden Energie auszukommen, ohne dabei auf wesentliche Annehmlichkeiten zu verzichten.

Erfahrungen

Die Stadt Zürich zieht in ihrem Abschlussbe-richt zum Legislaturschwerpunkt folgendes Fazit „Mit dem Legislaturschwerpunkt wurden die Weichen gestellt und in diversen Bereichen wichtige Impulse gegeben und Entwicklungen angestossen. Es sind aber noch deutliche Verstärkungen der Anstrengungen notwendig, insbesondere im Aufbau erneuerbarer Energie-quellen und der weiteren Steigerung der Ener-gieeffizienz. Auch im Bereich der Mobilität sind noch grosse Herausforderungen zu bewältigen. Die Nutzbarmachung der Erkenntnisse aus den diversen Grundlagenarbeiten ist weiter zu ver-folgen und eine Umsetzung in die Breite anzu-streben. Die koordinierte Information und Sen-sibilisierung bleibt dabei eine Daueraufgabe. Das Ziel kann nur dann erreicht werden, wenn alle Beteiligten (Stadtrat und Verwaltung, Poli-tik, Bevölkerung und Wirtschaft) ihren jeweils eigenen Beitrag leisten.“

Organisation: Stadt Zürich