Verankerung der 2000-Watt-Gesellschaft in der Gemeindeordnung (Stadt Zürich)

PDF-VersionPDF-Version

Mit dem Projekt 2000-Watt-Gesellschaft will die Stadt Zürich weniger Energie verbrauchen, den CO2-Ausstoss drastisch senken und erneuerbare Energien fördern. Um das Ziel breit abzustützen und möglichst verbindlich zu erklären, wurde Ende 2008 die Gemeindeordnung mit einem ent-sprechenden Abschnitt ergänzt.

Massnahmenträger:

Stadt Zürich

Zeitraum: ab 2008
Gemeinde: Stadt Zürich

Dieser Mustervorstoss soll eine Hilfe darstellen, um das Beispiel in Kantons- und/oder Gemeindeparlamenten einzubringen. Dafür muss der Vorstoss aber unbedingt auf den jeweiligen Kanton resp. die jeweilige Gemeinde angepasst werden (gelb markierte Stellen). Auch kann die Begründung natürlich noch ausgebaut und mit lokalen Aspekten ergänzt werden.

Politische Einbettung

Der Zürcher Stadtrat (Exekutive) definierte für die Jahre 2006 – 2010 das Ziel „Nachhaltige Stadt Zürich – Auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft“ als einer seiner Legislaturschwer-punkte. In den darauffolgenden 4 Jahren wurden rund 80 Projekte departementsübergreifend und teilweise mit Beteiligung externer Partner aus Wirtschaft, Forschung und Bildung oder von Behörden und Verbänden bearbeitet und an-schliessend im Rahmen eines Abschlussberichts beurteilt. Ergänzend dazu wurden als grundle-gende Massnahme eine Ergänzung der Gemein-deordnung ausgearbeitet Art. 2ter3 und den Stimmberechtigten vorgelegt, welche die Stadt Zürich verpflichtet, sich für die Erreichung der Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft einzusetzen. Die Stimmberechtigten der Stadt Zürich haben die Vorlage „Ergänzung der Gemeindeordnung, Ver-ankerung der Nachhaltigkeit und der 2000-Watt-Gesellschaft“ am 30.11.2008 mit über 76% ange-nommen.

Finanzierung

Abgesehen von den Kosten für die Abstimmung fallen für die Änderung der Gemeindeordnung keine direkten Kosten an. Die Massnahmen, wel-che die Änderung der Gemeindeordnung nach sich ziehen, bedingen aber zweifellos ein hohes Investitionsvolumen. Bei der Höhe der aufgezeig-ten Investitionssumme darf an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass die volkswirtschaftliche Bedeutung gross und positiv sein wird.

Wirkung & Nutzen

Das Konzept der 2000-Watt-Gesellschaft wurde durch eine interdisziplinäre Forschungsgruppe der ETH Zürich entwickelt. Das Konzept zeigt auf, dass es in der Schweiz möglich ist, mit ei-nem Drittel der heute pro Kopf zur Verfügung stehenden Energie auszukommen, ohne dabei auf wesentliche Annehmlichkeiten zu verzichten.

Erfahrungen

Die Stadt Zürich schreibt im Jahr 2018 auf ihrer Homepage: „Die Stadt ist auf gutem Weg in Richtung 2000-Watt-Gesellschaft. Der Energie-verbrauch ist seit 2006 um rund 1000 Watt pro Person zurückgegangen. Die Treibhausgasemis-sionen sanken ab 2003 um rund 1,5 Tonnen pro Person und Jahr. Doch der Abwärtstrend hat sich in den letzten Jahren verlangsamt.“

Organisation: Stadt Zürich