3 - Förderbeiträge

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Die öffentliche Hand, Energieversorgungsunternehmen (EVU) oder private Organisationen fördern durch finanzielle Beiträge die Verbreitung von effizienten elektrischen Anwendungen und Anlagen zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien.

Massnahme

Die öffentliche Hand, Energieversorgungsunternehmen (EVU) oder private Organisationen führen finanzielle Beiträge zur Förderung der Verbreitung von effizienten Geräten und anderen Stromanwendungen, von Anlagen zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien sowie flankierender Massnahmen (z.B. der Energieberatung). Bestehend Förderprogramme werden bei Bedarf verstärkt.
Mit dem Beitrag sinken die Investitionsausgaben der privaten Entscheidungsträger. Der Beitrag erleichtert die Finanzierung einer Massnahme, erhöht deren Wirtschaftlichkeit und fördert deren Realisierung.

Umsetzung

Die Bedingungen zur Vergabe der Beiträge werden in der Regel in einem Förderprogramm definiert. Dieses umfasst erstens eine Liste mit beitragsberechtigten elektrischen Anwendungen und Anlagen zur Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien (inkl. zu erfüllende Anforderungen) sowie allfälligen flankierenden Massnahmen (z.B. Beratung, Qualitätssicherung). Zweitens werden eine Laufzeit, das maximal zur Verfügung stehende Budget und die Fördersätze festgelegt.
Die Beiträge werden aus einem Fonds bezahlt. Dieser kann über verschiedene Quellen finanziert werden. Beispiele: Förderabgabe auf dem Strompreis, allgemeine Steuermittel, zweckgebundene Abgabe auf Produkten oder Dienstleistungen.
Der Vollzugsaufwand für die Einführung von Förderbeiträgen ist relativ gering. Wichtig ist, dass die Beiträge verständlich kommuniziert werden und der Vollzug schlank ist: Klare Anforderungen und Kriterien, einfache Antragsformulare (per Brief und per Web-Formular), rascher Vollzug.

Auswirkungen

Die energetische Wirkung von finanziellen Beiträgen ist umso höher, je mehr Fördermittel zur Verfügung stehen, je einfacher die Förderprogramme und der Vollzug ausgestaltet sind, je umfassender die flankierenden Massnahmen sind und je geringer die Mitnahmeeffekte ausfallen. Neben der direkten Wirkung sensibilisieren Förderbeiträge die Stromkonsumenten generell für das Thema Stromeffizienz und haben eine Signalfunktion.
Die Fördereffizienz wird abgeschätzt, indem die Beiträge in Relation zur Energiewirkung der unterstützten Massnahmen gesetzt werden (eingesparte respektive erzeugte Strommenge pro Franken). In der Regel wird im Bereich Stromeffizienz eine höhere Fördereffizienz erzielt als bei der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. Grund: Viele Stromeffizienzmassnahmen sind bereits wirtschaftlich – häufig reicht ein relativ tiefer Investitionsbeitrag, um Massnahmen auszulösen.
Förderbeiträge bringen volkswirtschaftliche Vorteile: Sie reduzieren externe Kosten (Umwelt- und Ressourcenschonung) und wirken positiv auf die Wertschöpfung und die Beschäftigung in den involvierten Branchen (Elektronik, Geräte, Anlageninstallation, Baugewerbe etc.).

Kombination mit anderen Massnahmen

Breit gestreute Informationen zu Förderprogrammen sind Voraussetzung für die Stimulierung der Nachfrage.
Vor allem in Betrieben kann eine kostenlose Erstberatung viel bewirken. Den Entscheidungsträgern können Optionen aufgezeigt werden.
Bei Vorschriften mit starken Auswirkungen für die Betroffenen (Bsp. Ersatzpflicht Elektroheizungen) können Förderbeiträge zur Unterstützung von „Härtefällen“ eingesetzt werden.

Umsetzungsebenen: 
Bund
Kantone
Gemeinden
Energieversorgungs-Unternehmen (EVU)
Schlüsselwörter: 
Förderprogramm