Smart Metering

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Im 2010 haben die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) im Rahmen eines Pilotprojektes in Dietikon bei 1’000 Kunden die bestehenden Stromzähler durch Smart Meter ersetzt. Smart Meter sind intelligente Stromzähler. Sie haben gegenüber herkömmlichen Stromzählern entscheidende Vorteile, da sie neben dem Gesamtverbrauch, zusammen mit entsprechenden Visualisierungsmöglichkeiten, auch über den momentanen Stromverbrauch informieren und so helfen können, sparsamer mit Strom umzugehen.
Im Anschluss an das Pilotprojekt in Dietikon hat sich die EKZ entschieden, in ihrem Versorgungsgebiet Smart Meter flächendeckend einzusetzen. Anfangs funktionieren die Smart Meter noch wie herkömmliche Zähler. Erst wenn bei genügend Kunden/innen eines Quartiers ein Smart Meter installiert ist, wird die volle Funktionalität aufgeschaltet. Die Verbrauchsdaten werden dann vollständig automatisch verarbeitet, vom Stromzähler bis in die Abrechnungssysteme und zum Kundendienst. Über ein Kundenportal stehen sie auch den Kunden/innen zur Verfügung. Dadurch können Kunden/innen ihren Stromverbrauch online nachverfolgen, ihre Potenziale zum Energiesparen erkennen und ihr Verbrauchsverhalten anpassen.
Bis das gesamte EKZ Versorgungsgebiet mit Smart Metern ausgerüstet ist, dauert es voraussichtlich 15 bis 20 Jahre.

Massnahmenträger:

EKZ

Zeitraum: seit 2010
Gemeinde: Dietikon bzw. gesamtes Versorgungsgebiet EKZ

Dieser Mustervorstoss soll eine Hilfe darstellen, um das Beispiel in Kantons- und/oder Gemeindeparlamenten einzubringen. Dafür muss der Vorstoss aber unbedingt auf den jeweiligen Kanton resp. die jeweilige Gemeinde angepasst werden (gelb markierte Stellen). Auch kann die Begründung natürlich noch ausgebaut und mit lokalen Aspekten ergänzt werden.

Politische Einbettung

Die EKZ lancierten im März 2010 ein Pilotprojekt bei 1000 EKZ-Kunden in Dietikon. Bei diesen Haushalten (Mietern wie auch Wohneigentümern) wurden die bestehenden Zähler durch neue Smart Meter ersetzt. Das Pilotprojekt dauerte bis 2012. Im 2013 hat die EKZ entschieden, Smart Meter flächendeckend einzusetzen und unterstützt damit die Energiestrategie 2050 der Schweiz.

Finanzierung

Die Finanzierung erfolgt durch die EKZ.

Wirkung & Nutzen

Energieeffizientes Verhalten steht beim EKZ Pilotprojekt "Smart Meter" im Vordergrund. Die neue Messtechnik macht den Stromverbrauch sichtbar und damit transparenter. So können Potenziale zum Energiesparen frühzeitig erkannt und das Verbrauchsverhalten angepasst werden. Das Sparpotential durch die Nutzung von Smart Metern wird in der Schweiz auf bis zu fünf Prozent geschätzt.

Die neu eingesetzte Smart Metering-Technologie soll zudem Verrechnungs-, Umzugs- sowie Installationsprozesse optimieren und zusätzliche Dienstleistungen für den Endkunden ermöglichen. Davon profitieren einerseits die Endkunden, weil sie nun in der Lage sind, Potenziale zum Energiesparen frühzeitig zu erkennen und ihr Verbrauchsverhalten entsprechend anzupassen. Es nützt aber auch den Energieunternehmen, weil sich dadurch beispielsweise Zähler automatisch aus der Ferne auslesen lassen und die persönlich Zählerkontrolle vor Ort entfällt.

Erfahrungen

Die EKZ schreibt zum Pilotprojekt Smart Meter in Dietikon: «Die Resultate aus dem Pilotprojekt bestätigten, dass die Einführung von Smart Metering der richtige Entscheid für zukünftige Anforderungen an die Zählerinfrastruktur ist. Denn mit dem zweiten Schritt der Strommarktliberalisierung werden alle Kunden die Möglichkeit haben, ihren Energieversorger selbst zu wählen. Ohne elektronische Abwicklung und Systemunterstützung wären diese Kundenwechsel nur mit grossem personellen Aufwand zu bewältigen.»