EVU Benchmarking

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Damit Energieversorgungsunternehmen (EVU) einschätzen können, inwieweit sie die Ziele der Ener-giestrategie 2050 und von EnergieSchweiz unterstützen, hat das Bundesamt für Energie (BFE) ein Benchmarking entwickelt.

Ziel des Benchmarkings ist es, Transparenz über die Aktivitäten der EVU zu schaffen und damit eine Reaktion auszulösen, die zum Erreichen der Ziele der Energiestrategie beiträgt. In diesem Sinne soll das Benchmarking die EVU motivieren, sich in den Bereichen Strom und Wärme/Gas verstärkt für Energieeffizienz und erneuerbaren Energien zu engagieren. Zu diesem Zweck erhalten die EVU Zu-gang zu einem Online-Cockpit, in dem sie die Resultate ihres EVU einsehen und mit anderen EVU vergleichen können. Das EVU-Benchmarking bietet ihnen damit Grundlagen für die interne und externe Kommunikation.

Basis für das Benchmarking bildet die sieben Handlungsfelder, anhand derer die EVU bewertet wer-den. Sie decken die wesentlichen Aktivitäten der EVU in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz ab. Es sind dies:
1. Ziele in der Unternehmensstrategie erkennbar machen
2. Als Vorbild wirken
3. Aus erneuerbaren Energiequellen produzieren
4. Gewässerschutz durch ökologische Wasserkraft fördern
5. Aus erneuerbaren Energiequellen liefern
6. Energiedienstleistungen anbieten
7. Förderprogramme und tarifliche Massnahmen umsetzen
Als Zielwerte für die Beurteilung dienen neben den Zielen von EnergieSchweiz und der Energiestrate-gie 2050 auch gesetzliche Bestimmungen für den Gewässerschutz und konkrete Best-Practice-Umsetzungen bei Schweizer EVU. Die Handlungsfelder umfassen jeweils mehrere Kriterien für den Strom- und den Wärme/Gas-Bereich.

Massnahmenträger:

Gemeinde, Kanton

Zeitraum: -

Dieser Mustervorstoss soll eine Hilfe darstellen, um das Beispiel in Kantons- und/oder Gemeindeparlamenten einzubringen. Dafür muss der Vorstoss aber unbedingt auf den jeweiligen Kanton resp. die jeweilige Gemeinde angepasst werden (gelb markierte Stellen). Auch kann die Begründung natürlich noch ausgebaut und mit lokalen Aspekten ergänzt werden.

Politische Einbettung

Die Energiestrategie des Bundesrates sieht vor, dass die Schweiz schrittweise aus der Kernenergie aussteigt. Um dieses Ziel zu errei-chen, müssen die Energieeffizienz und der Anteil erneuerbare Energien steigen. Das Pro-gramm EnergieSchweiz will dazu einen Beitrag leisten und hat deshalb die Kooperation mit den Energieversorgungsunternehmen intensi-viert.

Finanzierung

Die Finanzierung des Programms erfolgt durch EnergieSchweiz. Für EVU, welche im Rahmen des Programms ein Benchmarking ausführen, wird der Fragebogen durch eine externe Fach-person ausgefüllt. Die Antworten werden den öffentlich verfügbaren Informationen (Website, Geschäftsberichte) entnommen. Für die Prü-fung, Korrektur und Vervollständigung der Angaben muss das EVU in der Regel mit ei-nem halben bis einen ganzen Tag Aufwand rechnen. Über die Resultate verfügt einzig das EVU.

Wirkung & Nutzen

2013/14 und 2014/15 wurde im Auftrag von EnergieSchweiz ein erstes und zweites Bench-marking für Energieversorgungsunternehmen durchgeführt. An der dritten Erhebungsrunde 2015/16 haben 66 EVU teilgenommen, die Endkunden/innen mit Strom versorgen. 21 Unternehmen haben zudem in einer Pilotphase an einem Benchmarking Wärme/Gas teilge-nommen.
In Zukunft ist das EVU-Benchmarking im Zwei-jahres-Rhythmus weiterzuführen. Zudem sollen sowohl die Aktivitäten der EVU im Strom- als auch im Wärme/Gas-Bereich berücksichtigt werden.