Klimaneutrale Verwaltung

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Der Kanton Basel-Stadt hat unter dem Titel "Klimaneutrale Verwaltung" 2008 ein Programm gestartet, welches hohe Vorgaben für die Sanierung des Gebäudebestandes und für Neubauten macht. Unter anderem wurden vom Regierungsrat verbindliche Standards festgelegt, welche deutlich über den gesetzlichen Vorgaben liegen. So wird für Neubauten der Standard Minergie-P oder ein vergleichbar guter Standard verlangt. Bei Sanierungen muss Minergie erreicht werden, wobei bei der Gebäudehülle der Heizwärmebedarf von Neubauten erreicht werden. Weiter müssen die Anforderungen der SIA 382/2 und 380/4 eingehalten werden. Bei Lüftungsanlagen, Pumpen und Elektromotoren werden effiziente Geräte vorgeschrieben.
Für die Umsetzung dieses Programms beantragte der Regierungsrat dem Grossen Rat 2008 eine Rahmenausgabenbewilligung (vormals: «Rahmenkredit») für energetische Sanierungen kantonaler Gebäude in der Höhe von 33,5 Mio. Franken. Bis 2018 wurden davon 30,6 Mio. Franken fest verplant. Die «Arbeitsgruppe Klimaneutrale Verwaltung» trifft sich weiterhin regelmässig und prüft die anstehenden Bau- und Sanierungsprojekte auf ihr energierelevantes Potenzial.
Im Regierungsratsbeschluss vom 27. Februar 2018 steht: «Die Erfahrung zeigt, dass es sich lohnt, regelmässig auf die verantwortlichen Projektleiterinnen und Projektleiter zuzugehen und aktiv nach Projekten zu suchen. Sie zeigt auch, dass noch immer ein sehr grosses Potenzial an Energieeffizienzmassnahmen vorhanden ist. Es existieren deshalb diverse Projekte, bei denen noch endgültig geprüft werden muss, ob eine Unterstützung aus der Rahmenausgabenbewilligung sinnvoll ist oder nicht. In jedem Fall ist es aber absehbar, dass auch die noch nicht definitiv verplanten rund 2,9 Mio. Franken sinnvoll genutzt werden können. Leider werden wohl nicht mehr alle angefragten Projekte unterstützt werden können, weil die Mittel ausgeschöpft sind.»

Massnahmenträger:

Kanton Basel-Stadt

Zeitraum: ab 2008
Kanton: BS
Mustervorstoss:

Dieser Mustervorstoss soll eine Hilfe darstellen, um das Beispiel in Kantons- und/oder Gemeindeparlamenten einzubringen. Dafür muss der Vorstoss aber unbedingt auf den jeweiligen Kanton resp. die jeweilige Gemeinde angepasst werden (gelb markierte Stellen). Auch kann die Begründung natürlich noch ausgebaut und mit lokalen Aspekten ergänzt werden.

Politische Einbettung

Grundlage ist ein Beschluss des Regierungsrats.

Finanzierung

Die Massnahme wird aus dem ordentlichen Budget finanziert

Wirkung & Nutzen

In allen Wettbewerben und Ausschreibungen werden hohe energetische Standards verlangt. Viele Projekte sind noch in der Realisierungsphase, deshalb gibt es noch fast keine konkreten Zahlen.

Erfahrungen

Durch die verbindlichen Standards erhielt das Thema Energieeffizienz vor allem in Architekturwettbewerben und bei grossen Projekten ein hohes Gewicht.

Organisation: Amt für Umwelt und Energie
Name: Marcus Diacon
Adresse: Amt für Umwelt und Energie
Hochbergerstrasse 158
4019 Basel
Telefon: 061 639 23 61
Email: markus.diacon@bs.ch
Webseite: http://www.aue.bs.ch/fachbereiche/energie/